Kubanische partnervermittlung

In anderen Ländern verloren mehr als 100 Menschen ihr Leben. Wenn die ununterbrochenen Wetterbeobachtungen durch das nationale meteorologische Institut Anlass zur Sorge geben und sich ein extremes Tiefdruckgebiet dem Staatsgebiet nähert, ist es spätestens drei Tage vor Eintreffen des Sturms an der Zeit, das mehrphasige System des Katastrophenschutzes anlaufen zu lassen.

Dieses beginnt mit Phase eins, der „Informationsphase“.

„Wie aus dem Nichts heraus bekommen diese langsamen Tropen plötzlich Geschwindigkeit, mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks“, sagt Fernando Ravsberg, der als ehemaliger BBC-Korrespondent seit Jahrzehnten in Havanna lebt.

Nun werden Schüler aus Internaten abgeholt, die Notunterkünfte vorbereitet, Kohletabletten und Bedarfsgüter ausgegeben und auch die staatlichen Strom- und Internetversorger machen ihre Reparaturbrigaden bereit.

Dann beginnt die Zeit des Hoffens: dass das Dach hält und am nächsten Morgen kein allzu böses Erwachen folgt.

Vieles von dem, was die Kubaner an Hurrikanprohylaxe betreiben, klingt nach gesundem Menschenverstand.

Schon die Phase eins läuft auf Haiti in der Regel völlig anders ab als auf Kuba, nämlich gar nicht.Das ging zuletzt so weit, dass vor Hurrikan „Matthew“ Trupps aus Havanna beladen mit Strommasten, Kabeln und Generatoren bereits Tage vor dem Eintreffen des Sturms in den Osten der Insel aufbrachen und auf halbem Weg sein Vorüberziehen abwarteten.Als wieder Ruhe einkehrte, konnten die Helfer binnen weniger Stunden vor Ort sein.In Phase zwei, die etwa 48 Stunden vor Eintreffen des Sturms beginnt, werden auch die materiellen Vorbereitungen in Gang gesetzt.Jede der 168 Gemeinden Kubas ist in mehrere sogenannte Verteidigungszonen unterteilt, die mancherorts kaum mehr als einen Straßenzug umfassen.

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